Zertifizierungen

Die Arbeit der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Städtischen Krankenhaus Pirmasens ist von Zuverlässigkeit und höchster Qualität geprägt. Dies unterstreichen das dem EndoProthetikZentrum verliehene EndoCert-Label und die Mitgliedschaft im Endoprothesenregister Deutschland (EPRD).


EndoCert-Label
 

Bei EndoCert handelt es sich um das weltweit erste Gütesiegel für medizinische Einrichtungen, die Gelenkersatzoperationen qualitativ hochwertig durchführen.

Im Januar 2015 wurde dem Städtischen Krankenhaus Pirmasens als einem der ersten überhaupt das EndoCert-Label verliehen. Die dazu notwendigen Kriterien zur Zertifizierung als EndoProthetikZentrum hat die Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie in einem umfangreichen Audit nachgewiesen. Seitdem überprüft jedes Jahr neu ein externes Auditorenteam sowohl Fallzahlen als auch Ergebnisse der Gelenkersatz-Operationen, zudem Organisation, Prozesse sowie die personelle und materielle Ausstattung. Die drei in Pirmasens tätigen Hauptoperateure – ein vierter befindet sich in Ausbildung – profitieren von der fachlichen Rückmeldung der Auditoren und dem fallbasierten Vergleich mit den anderen 487 zertifizierten Zentren.

 

Im Rahmen der Zertifizierung sind strenge Struktur- und Prozesskriterien festgelegt, die ein EndoProthetikZentrum erfüllen muss, um den hohen Qualitätsanspruch in der Endoprothetik gewährleisten zu können. Durch standardisierte Prozesse im Operationssaal können die Operations- und Narkosezeiten verkürzt werden. Dies bedeutet weniger Belastung für die Betroffenen mit dem Effekt einer schnelleren Genesung nach dieser großen Operation.

Risikopatientinnen und -patienten (z. B. mit Erkrankungen innerer Organe) werden nach der Operation auf der Intensivstation überwacht. Geschulte Krankengymnastinnen und -gymnasten unterstützen die Mobilisation nach der Operation und helfen bei der Stärkung der durch die jahrelange Arthrose geschwächten Muskeln mittels individueller Physiotherapie. Der Sozialdienst des Städtischen Krankenhauses Pirmasens koordiniert die Rehabilitationsmaßnahmen, so wird eine schnelle Wiederkehr in Beruf und Alltag gewährleistet.

Ein professionelles Schmerzmanagement in Zusammenarbeit mit der Anästhesie hilft, Schmerzen nach der Operation auf ein Minimum zu reduzieren, beispielsweise durch periphere Schmerzkatheter und gezielte medikamentöse Schmerzbehandlung. Es entstehen patientenindividuelle Behandlungskonzepte, die sich über alle Phasen der Behandlung erstrecken. An speziellen und regelmäßig stattfindenden Informationsabenden können sich neue Patientinnen und Patienten über das Leben mit dem Kunstgelenk informieren.

Zur Webseite des EndoCert-Labels: https://endocert.de
 

Endoprothesenregister Deutschland
Die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie ist Teilnehmer des Endoprothesenregisters Deutschland (EPRD). Es wurde gegründet, um das Versorgungsbild in ganz Deutschland transparenter zu machen, die Qualität der Versorgung mit künstlichen Hüft- und Kniegelenken permanent zu verbessern und somit die Notwendigkeit für Austauschoperationen möglichst niedrig zu halten.

Mithilfe des EPRD wird eine Datenbank aufgebaut, die Informationen enthält, welche Art von Prothese wie häufig bei welchen Patiententypen eingebaut wurde, wie sich die Zahl der Wechseloperationen entwickelt hat und warum es zu Revisionen gekommen ist. Die für die Patientinnen und Patienten segensreiche Idee dahinter: Je mehr über die Qualität von künstlichen Hüft- und Kniegelenken wie auch über die Operationstechniken bekannt ist, desto gezielter können Gelenkersatz und die Versorgungsstrategie ausgewählt werden.

Der Aufbau des Registers geht auf eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) zurück, gefördert vom Bundesgesundheitsministerium.  Unterstützt wird das EPRD weiterhin vom  AOK-Bundesverband, dem Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek), dem Bundesverband Medizintechnologie e. V. (BVMed) und dem BQS Institut für Qualität und Patientensicherheit. Die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie hatte bereits im Jahr 2012 als Pilotklinik teilgenommen, im Jahr 2014 startete das EPRD dann offiziell.

In hochkomplexen Fällen kooperiert das EndoProthetikZentrum am Städtischen Krankenhaus Pirmasens mit dem EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung an der Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie der Universitätskliniken des Saarlandes, Homburg/Saar. Damit ist eine optimale Versorgung jederzeit und umfassend gewährleistet.

Mit dem EndoProthetikZentrum am Städtischen Krankenhaus Pirmasens sind hervorragende Voraussetzungen geschaffen, den endoprothetischen Gelenkersatz unter hochprofessionellen Bedingungen und angepasst an die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten durchzuführen.

Zur Webseite des Endoprothesenregister Deutschland: https://www.eprd.de/de